Tonwertkorrektur Teil 1
19. Februar 2008Der Tonwertumfang beschreibt die Verteilung aller Farben von dunkel bis hell über das gesamte Bild. Diese Information ist im so genannten Histogramm enthalten.
Insgesamt werden in dem Histogramm 256 Tonwerte dargestellt, verteilt von links nach rechts. Dabei erfolgt im linken Bereich die Darstellung der dunklen Tonwerte (Tiefen) und im Verlauf nach rechts die der hellen (Lichter). Die Tiefen entsprechen dabei an der äußersten Stelle dem Wert 0 und die Lichter an ihrer äußersten Stelle dem Wert 256.
voher (links) / nachher (rechts)
Die Tonwerte setzen sich aus den Anteilen der drei Farben rot, grün und blau zusammen. Im dunkelsten Bereich erfolgt dabei eine maximale Überlagerung aller drei Farben während zum hellen Bereich hin eine Abnahme der Überlagerung bis hin zum Fehlen aller drei Farben erfolgt. Je nach Vorkommen einzelner Tonwerte erfolgt in dem Diagramm die Darstellung als so genannter Pixelberg.
Was kann man nun einem solchen Diagramm entnehmen? Nehmen Sie ein Foto mit ausgeglichen, kräftigen Farben und ein Foto das man eher als ‘flau’ bezeichnen würde und betrachten das jeweilige Tonwertdiagramm. Beim ersten Foto sehen Sie ein Tonwertdiagramm mit einer mehr oder weniger gleichmäßigen Verteilung des Pixelberges. Anders hingegen beim zu vergleichenden Foto. Hier fehlen die Tonwerte für dunkle und helle Farben. Als Ergebnis daraus haben Sie ein Bild vorliegen welches sich durch einen Mangel an Tiefenschärfe und Kontrast auszeichnet. In dem Tonwertdiagramm ist dies an dem Fehlen der Pixel im äußeren linken und im äußeren rechten Bereich zu erkennen.
In dem vorliegenden Beispiel sehen Sie dass die dunkleren Tonwerte sehr schwach vertreten sind und die hellen Tonwerte im Endbereich ganz fehlen. Sie haben nun die Möglichkeit, mit dem Schieberegler einen neuen Startpunkt für den dunkelsten/ hellsten Tonwert anzugeben.
Ziehen Sie also den Regler auf der rechten Seite bis unter den rechten Rand des Pixelberges. Den rechten Rand gleichen Sie ebenfalls etwas an. In der Mitte sehen Sie einen grauen Regler. Dieser Regler ermöglicht das Beeinflussen der Mitteltöne, ziehen Sie ihn ebenfalls etwas nach rechts.
Öffnen nach dem Ändern der Startwerte erneut das Dialogfeld. Sie sehen dass nun in dem Diagramm Lücken entstanden sind. Der Grund dafür ist der, dass nun alle vorhandenen Tonwerte gleichmäßig auf den gesamten Bereich von 0 bis 255 aufgeteilt wurden was nur mit einer so genannte Spreizung erreicht werden kann. Hier spricht man von einer Tonwertspreizung.
Beobachten Sie beim Bearbeiten des Tonwertdiagramms genau das erzielte Ergebnis. Mit zunehmender Spreizung erfolgt eine verstärkte Unterbrechung des Diagramms. Dabei handelt es sich um in der Mitte liegende Tonwerte, die wegen der erneuten Berechnung für die Ausgabe angrenzender Tonwerte verwendet werden und nun nicht mehr zur Verfügung stehen. In Folge davon kann es in dem Bild zu Abbruchkanten an den Übergängen von Farbwerten führen.
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